Wer kümmert sich um die Care-Arbeit?

Von Nadine Rautenstrauch

Von Nadine Rautenstrauch

Who cares?

Ohne Umfragen und Statistiken befragen zu müssen, wissen wir, wer sich in Deutschland um die Care-Arbeit kümmert. Genau. Du und ich. Frauen und Mütter kümmern sich immer noch mehrheitlich um all die anfallende Care-Arbeit. 

Wer sich die Statistik trotzdem antun möchte, der kann sich gerne den Bericht von Statista  „Gender Care Gap noch immer viel zu hoch ansehen. Demnach beträgt der Gender Care Gap bei 34-jährigen mit Kindern immer noch satte 110,6 %. 

110,6 %!

Mich wundert es nicht. Dich wahrscheinlich auch nicht. 

Mich treibt viel mehr die Frage um, wie wir uns aus diesem Sumpf wieder selbst an den Haaren herausziehen können? 🤷‍♀️

„Die Rahmenbedingungen für Elternschaft begünstigen es noch immer, dass Mütter in der Mutterfalle landen und darin allein gelassen werden.“ 

Wer hält mir den Rücken frei?

Wir brauchen nicht mehr zu fragen, warum es immer noch so ist, dass Frauen den Vätern ihrer Kinder immer noch den beruflichen Rücken freihalten und nicht umgekehrt oder zumindest gleichberechtigt

Die gesellschaftlich etablierten Strukturen für bezahltes Arbeiten begünstigen es nach wie vor, dass Eltern in die traditionelle Arbeitsverteilung rutschen. In dieser übernimmt die Frau und Mutter der gemeinsamen Kinder die Hauptlast der anfallenden unbezahlten Care-Arbeit und versucht sich, um die Care-Arbeit herum zusätzlich ein bezahltes Standbein aufzubauen.

Warum zum Teufel verändert sich dieses System, dass auf den Schultern von Frauen funktioniert so quälend langsam? Na, weil das System von Männern entwickelt wurde und diese selbiges inklusive ihrer Spielregeln nach wie vor aufrechterhalten und dominieren.

Wir wissen, dass so viel mehr Flexibilität, Familienfreundlichkeit und Geschlechtergerechtigkeit möglich wäre. Diese Themen bei Thomas und Stephan aber leider kaum Priorität haben. 

Glücklicherweise gibt es immer mehr tatkräftige Frauen wie zum Beispiel Tijen Onaran, die nicht müde werden, das Thema Gleichstellung bei Thomas und Stephan auf die Agenda zu setzen.

Aber was kannst du nun tun, wenn du gerade drin hängst, in der Mütterfalle? Im Mental-Load und Care-Arbeit Karussell? 

Mein Tipp: Halte das Karussell an und mache ein Ballspiel!

Lass uns Ball spielen! ⛹️‍♀️

Schlage deinem Partner, deiner Partnerin ein Ballspiel vor!

Wie in jeder betrieblichen Organisation üblich, so ist es auch in einem Familiengefüge sinnvoll, Verantwortungen klar zu verteilen und ein faires Teamwork aufzubauen.

Ab heute werden die Bälle neu verteilt. Treffe dafür die folgenden Vorbereitungen: 

Du brauchst eine ordentliche Menge an Klebezetteln und einen Stift. 

Optional: bunte Plastikbälle (Bällebad).

Ziel des Spiels: Du lässt alle Bälle, die du in deinem Alltag bisher bis zur Erschöpfung jonglierst, zu Boden fallen und verteilst sie neu.

Schritt 1:

Am besten notierst du dir im ersten Schritt alle Aufgaben, Personen und Einrichtungen, mit denen du zu tun hast auf einzelne Klebezettelchen.

Erweitere deine Sammlung über den Zeitraum von ein paar Tagen. Viele Dinge erledigst du nämlich so selbstverständlich, dass sie dir im ersten Schritt möglicherweise gar nicht einfallen wollen.

Du kannst die Klebezettel auf jeder beliebigen leeren Oberfläche sammeln. Wie zum Beispiel auf einem Tisch, einer Tür, einer Wandfläche.

Schritt 2:

Falls ihr Zuhause tatsächlich ein Bällebad im Kinderzimmer haben solltet, dann leihe dir von deinen Kindern diese bunten Plastikbällchen aus.

Beklebe nun die einzelnen Bälle mit deinen gesammelten Klebezettelchen (hast du keine Bälle, reichen die Zettel auch aus).

➡️ Mithilfe der Zettel und Bälle machst du die Dinge sichtbar, an die bisher nur du allein denken musst.

Bisher sind dir diese Bälle alle zugeflogen und du hast diese netterweise aufgefangen. Du warst die freundliche Auffangstation. Damit hat dich deine Sozialisation als Frau überrumpelt und du darfst diesen Irrtum jetzt gerade rücken.

Vergib dir dafür anstelle dir weiter die Haare zu raufen und nimm ab jetzt den Vater deiner Kinder mit in Verantwortung.

Tipp: Achte darauf, dass die Bälle am Ende wirklich fair verteilt sind.

Ich meine damit das Gewicht der Bälle ⚽⚽⚽.

Denn ein gelber Ball mit lediglich der Aufgabe eines Fahrtdienstes hat möglicherweise weniger Verantwortungsgewichtung als ein roter Ball mit der Verantwortung Kontaktperson und Organisationsverwaltung für ein Schulkind eigenständig zu übernehmen.

Schritt 3:

Die Bälle und der Spielcharakter können es dir erleichtern dein Anliegen bei deinem Partner, deiner Partnerin leichter durchzusetzen. Macht am Ende des „Spiels“ Fotos von euch und euren Bällen und dokumentiert eure neuen Verantwortlichkeiten.

Wie du sicherstellen kannst, dass die Übergabe der Verantwortung anschließend auch wirklich funktioniert, kannst du gerne in meinem Artikel „Mental Load – Warum die Verantwortung für die Care-Arbeit Mütter so belastet“ erfahren.

Und nun, wer nicht wagt, die nicht gewinnt! 🦸‍♀️

Stärke dich selbst!

Deine Nadine

Filmtipp: ➡️ YES SHE CAN – Frauen verändern die Welt

Nadine Rautenstrauch.

Nadine Rautenstrauch.

Hallo, ich bin Online-Coachin für Mütter. Meine Spezialität ist es Müttern den Rücken zu stärken, indem wir gemeinsam Lösungen und Träume lebendig werden lassen.

Nadine Rautenstrauch mit Au-Pair aus Taiwan.

Ein Leben mit Au-Pair

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