Warum mir mehr Gleichberechtigung für Mütter so wichtig ist

Von Nadine Rautenstrauch

Von Nadine Rautenstrauch

Warum mir mehr Gleichberechtigung für Mütter so wichtig ist

Früher machte ich mein „Unwohlsein“ als Mama mit mir aus, heute möchte ich einstehen für: Geschlechtergerechtigkeit, Female Empowerment und besonders für die Stärkung von Müttern.

Wie es dazu kam? Das erzähle ich dir gerne.

Warum war ich zu einem Häufchen Elend geworden?

Während der Schwangerschaft mit meinem dritten Kind überraschte mich eine Welle von Frustgefühlen. Sie waren immer schon mal gelegentlich aufgetreten, aber dieses Mal konnte ich sie nicht mehr zurückdrängen. Mir tatsächlich nicht mehr „schön- und ausreden“.

Ich tigerte wie eine eingesperrte Raubkatze von einem Ende meines zu Hauses zum nächsten. Mir fehlte jeglicher Antrieb und ich verbreitete alles andere als gute Stimmung, weder für mich selbst noch für andere. Es war doch alles wunderbar – oder etwa nicht? 

Ohne es zu merken, waren die für mich so wichtigen Werte „Unabhängigkeit“ und „Gerechtigkeit“ über die Zeit zu einem Häufchen Elend zusammengeschrumpft und ich mit ihnen.

Mit diesem dumpfen traurigen Gefühl in mir tigerte ich weiter und starrte buchstäblich die Wand an.

Mütter dürfen auch unglücklich sein!

Mutterschaft macht nicht alle Frauen glücklich! Nicht alle finden in der Prophezeiung vom Mutterglück wirklich ihre Erfüllung. 

Warum nur halten wir das Bild von der glücklichen Mutter so unangetastet aufrecht?

Warum Männer das tun, ist für mich einigermaßen nachvollziehbar. Es liegen ja etliche Vorteile für sie selbst auf der Hand. Aber warum tun wir Frauen das? 🤔

Besonders beim ersten Kind ist der Druck hoch, die Anforderungen, die wir an eine „gute Mutter“ als gestellt empfinden, so perfekt wie möglich zu erfüllen. Wir haben noch keine Erfahrung und wollen alles gut machen. Wir wünschen uns, dass der Partner stolz auf uns ist. Lächeln Müdigkeit, Anspannung, Geburtsverletzungen und Milchstau gelassen weg. Sehen gut aus und haben nach außen selbstverständlich alles im Griff.  Von der Mutter oder Schwiegermutter hörte man möglicherweise schon Aussagen wie: „Was hätten wir denn früher sagen sollen? Ich hatte drei Kinder und nie Unterstützung. Ich konnte auch nicht jammern.“ Also, Zähne zusammenbeißen und durchhalten. Eine erste leise Vorahnung erfassend von der eventuellen Glücksmogelpackung, der man da für sich selbst aufgesessen sein könnte.

Mütter engagieren sich zu viel

Auf Social Media geht es dann weiter: Welche Stoffwindeln sind die Besten? Wer backt die beste vegane Torte und richtet den schönsten Kindergeburtstag für 1-Jährige aus? Selbstverständlich müssen Einladungskarten dazu selbst gebastelt und kleine Gastgeschenke vorbereitet werden. Es geht ja nicht mehr nur noch um das Geburtstagskind selbst, das mit seinen 12 Monaten schon eine Show geboten bekommt, die einen gestandenen Erwachsenen überfordern könnte, nein, es gibt ja auch noch all die anderen kleinen Gäste, die nicht leer ausgehen dürfen. Zum einen, um den Eltern den Beweis dafür liefern zu können, dass sich da eine Mami wirklich engagiert hat. Für ihr Kind und für alle anderen. Und zum Andren, wäre einfach nur dabei zu sein anscheinend zu wenig an Aufmerksamkeit.

Ich bekomme zuweilen den Eindruck eines unfreiwilligen Wettkampfs, der in Höher, Schneller, Weiter auszuarten scheint. Ein „Überstrahlen der Realität”, das die Gefahr birgt, sich als Mama unter Druck gesetzt zu fühlen und suggeriert, eine Superperformance nach der anderen hinlegen zu müssen.

Wir hasten als Mütter durch ein Leben auf der Überholspur und bleiben auf der Strecke, wenn wir es endlich geschafft haben, uns selbst zu überholen, nur, um dann mühsam zurückzulaufen, um den Streckenabschnitt zu finden, auf dem unsere Persönlichkeit erschöpft liegen geblieben ist und sehnsüchtig darauf wartet, endlich gesehen und mitgenommen zu werden. 

Bitte keine Bastel- und Backaufträge, danke!

Ich sage nur DIY (do it yourself!). Ich bekomme Bastel- und Backaufträge aus allen Ecken. Sorry! Wann soll ich das noch machen und mag ich das überhaupt? Ich wollte etwa definitiv keine Schultüte für die Einschulung meiner Tochter diesen Monat basteln. Ich wollte sie selbst eine schöne Tüte aussuchen lassen.

Nur – so einfach war das nicht. In den meisten Läden, durch die wir zogen, gab es gar keine. Das gibt es doch nicht, grübelte ich. 🤔 Da waren die Läden doch früher voll davon vor Schulbeginn. Also strengten wir uns mehr an und wurden doch fündig. Es gab Schultüten genug! Aber nur als DIY-Packungen! 🤣 

Sind wir wirklich im Jahr 2022? Ich will es nicht, das „Beste-Mutti-Abzeichen“. Bitte behalte es, wer will, und sei diese Person aufrichtig glücklich und zufrieden damit. Dem Rest von uns möchte ich Mut machen, eure Wahrheit mit anderen Müttern und anderen Frauen mit Kinderwunsch zu teilen!

Ja, wir sind oft fertig und nicht immer perfekt. Es gibt harte Phasen und es muss auch nicht immer alles perfekt organisiert sein. Leben darf holprig sein. Auch das von Müttern.

Ich fände es nur fair, wenn wir offen mit den Herausforderungen unseres Mama-Zeitalters umgehen könnten. Wenn wir mit anderen Frauen offen und ehrlich teilen würden, wie es wirklich ist. Nämlich eben nicht immer lieblich! Nicht immer romantisch! Nicht immer gut geschminkt. Sondern auch: kräftezehrend, nervtötend, beschränkend, kränkend, schlafraubend, zeitraubend, auslaugend und ungerecht.

Ein neuer Weg muss her

Mein Ungerechtigkeitsempfinden steigerte sich 2019 mit jedem Tag meines hauptberuflichen Mutterdaseins zu Wogen aus Wut. Ich fing an nachts und frühmorgens, wenn die Kinder mal schliefen, zu lesen und nach Auswegen und nach neuen Wegen für mich zu suchen. Und schlussendlich buchte ich ein Coaching bei einer wundervollen Frau, die meinem Weg einen kräftigen Schubs in die richtige Richtung geben würde.

Warum ich meiner Wut, meine Selbstständigkeit verdanke

Ich bin heute unendlich dankbar dafür, dass ich meine Wut zugelassen und ihr ins verzerrte Gesicht schauen konnte.

Ihr verdanke ich den Schwung und die Stärke, Hilfe anzunehmen und mich aus meinem Käfig Stück für Stück zu befreien.

Ich verdanke meinem Unmut, den unbedingten Willen, anderen Frauen und Müttern mit meiner Geschichte den Weg zurück in die „freie Wildbahn“ zu erleichtern.

„In mir brannte schon immer der Wunsch, selbstständig zu arbeiten, und nun wusste ich endlich wofür. Meine Aufgabe ist es, Müttern den Rücken zu stärken! Dafür lebe ich dieses Leben.“ 

Ich möchte im Kleinen etwas tun, um langfristig Großes damit zu bewirken. 

Ja, ich bin sogar überzeugt davon, dass wir eine friedlichere Welt erschaffen können, wenn auch Frauen, die Mutter geworden sind, zurück in ihre Kraft finden und aktiv an unserer aller Zukunft mitgestalten und mitentscheiden können.

Ich möchte Frauen und Mütter entzünden, mit einer nie gekannten Leidenschaft Käfige und Ketten um sich herum zu sprengen, um damit Kraft und Freude für sich und andere zu schaffen.

Mütter brauchen Hilfe zur Selbsthilfe

Ich habe damals meine Türen nicht alleine aufgestoßen. Ich habe die Entscheidung zur Veränderung getroffen und mir Unterstützung an die Seite geholt. Das war das Beste, was ich tun konnte, und meine Motivation, aus tiefstem Herzen diese Hilfe zur Selbsthilfe an dich weiterzugeben.

Meine Vision ist es, dass wir selbst die Quelle von Veränderung und Erneuerung sind und im ersten Schritt Abhängigkeiten durch im Außen geschaffene Umstände und der von Männern für uns entworfenen Strukturen erkennen, um sie im zweiten Schritt dann auflösen zu können und uns selbst damit „er-lösen“.

Mütter sind Herz und Motor 

Frauen und Mütter haben vieles in der Hand. Wir haben überwiegend Anteil daran, Herz und Motor von fast allem, was soziale Bedeutung für Menschen in unserer Gesellschaft hat, zu sein. Frauen und Mütter pflegen, erziehen, ernähren, kümmern, heilen, putzen, assistieren, bedienen, organisieren, dekorieren und stehen zeitlich oft verfügbar, um sämtliche Rücken freizuhalten, nur nicht ihren eigenen!

Am Anfang eines jeden Lebens steht die urweibliche Kraft des Erschaffens. Indem wir uns dieser, uns allen innewohnenden weiblichen Kraft wieder bewusst werden, uns selbst und unseren Wert für die Welt spüren, wiedererkennen und ehren, wird sich unsere Haltung uns selbst gegenüber positiv verändern. Und infolgedessen unser Leben mit Familie und das unserer Töchter, sollten sie zukünftig Mama werden, positiv beeinflussen.

Und deshalb finde ich, jede Mutter sollte eine Feministin sein! 🚀

Mütter sind müde vom Fulltime-Job der Kinderbetreuung und Familienorganisation

Vor kurzem traf ich mich mit einer Freundin zum Abendessen. Wir hatten uns über zwei Jahre nicht mehr gesehen. Die Wiedersehensfreude war entsprechend riesig und der Austausch intensiv. Nach anfänglichen wieder in Verbindung treten, fiel mir schnell auf, wie abgekämpft, müde und traurig meine Freundin wirkte.

Ich ließ sie teilhaben an meinem Eindruck und fragte sie, was es damit auf sich hätte. Mühsam kämpfte sie die Tränen zurück und erzählte, sie sei am Ende ihrer Kräfte.

Nach der Geburt ihres ersten Kindes vor 8 Jahren hatte ihr Mann beruflich weiter gearbeitet und sie hatte den Hauptteil der Sorgearbeit zu Hause übernommen. Aus erster Ehe ihres Mannes gab es noch ein älteres Kind, das sie zu den vereinbarten Besuchszeiten ebenfalls wie selbstverständlich liebevoll unter ihre Fittiche genommen hatte.

Es folgte nach zwei Jahren ein weiteres leibliches Kind und nun fand sie sich wieder in einem Fulltime-Job der Kinderbetreuung, Familienorganisation und zuständig für alle Belange des Alltagslebens ihrer Familie.

Müttern rutschen die Zügel aus den Händen

„Nebenbei stolpere ich seit Jahren von einem unbefriedigenden Teilzeitjob in den nächsten. Unsere Beziehung leidet, weil ich zunehmend unzufriedener und dünnhäutiger werde. Vor kurzem bin ich dann explodiert und habe meinen Mann angeschrien, zu welchem Zeitpunkt wir denn eigentlich vereinbart hätten, dass ich meinen Beruf um die Kinder herum organisieren müsse und er weiter Karriere machen kann, als hätte sich nichts verändert?

Ich liebe meine Kinder und möchte, dass sie glücklich aufwachsen. Aber ich bin so unglücklich und ich weiß gar nicht, wie es dazu eigentlich gekommen ist. Wie bin ich da nur reingerutscht? Ich dachte, wir wären alle gleichberechtigt, aber da bin ich wohl einem großen Bären aufgesessen.

Ich dachte, dass man als Mutter automatisch glücklich sein muss, aber das stimmt nicht. Ich muss einfach zu viel von mir selbst aufgeben und ich bin in eine Abhängigkeit geraten, die ich nie wollte. 

Mein Mann musste natürlich auch zurückstecken, was seine Freizeitgestaltung angeht, seit er Papa geworden ist, aber ihn betrifft es nicht so sehr wie mich. Er arbeitet in dem Beruf, den er sich ausgesucht hat, ist finanziell unabhängig und zahlt in seine Rente ein. Er kann seine Familie genießen. Für all das sind mir die Zügel aus den Händen gerutscht. Nun muss ich schauen, wie ich sie wieder zurückbekomme …

Verdammter Mist! Dabei wollte ich doch nur „eine gute Mutter“ sein. Ich habe mich gesorgt und gekümmert und stelle nun fest, dass ich auf der Strecke geblieben bin.“

Ist deine Toleranzgrenze auch erreicht?

Situation wie diese sind Gründe dafür, warum Frauen zu mir ins Coaching kommen.

Die Toleranzgrenze ist erreicht und sie spüren, wenn sie sich jetzt nicht um sich selber kümmern, wird ihr Leben zwar gelebt, aber nicht von ihnen selbst.

Ihr Leben ist nicht angefüllt mit einer sprühenden Lebenslust, nicht erfüllt mit ihren Träumen und schon gar nicht angereichert mit ihren Fähigkeiten und Talenten, die einen natürlichen Drang haben, wachsen zu wollen. Stattdessen drohen sie zu verkümmern und in einen Sumpf dunkler Vergessenheit zu geraten. 

Ja, ich stehe auf geballte Lebenslust! Darauf, Träumen wieder Leben einzuhauchen.

„Ich möchte mit jeder Mutter, die den Schritt zurück in die Selbstwirksamkeit schafft, eine Frau mehr da draußen in der Welt wissen, die als weibliches Vorbild für ein anderes Mutterbild und ein freieres Mutterleben losgehen kann.“

Je gefestigter und selbstbestimmter/gleichberechtigter wir Frauen und Mütter in der „freien Welt“ sind und werden und, umso mehr wir in der Konsequenz auf allen Ebenen mitgestalten können, umso besser können wir auch die Leben der heute noch unzähligen wirklich gewaltvoll unterdrückten Frauen beeinflussen und den Weg in freie Leben ebnen.

Wenn wir als Frauen, mit und ohne Kinder anfangen, uns um uns selbst zu kümmern und zu sorgen. Dann tun wir damit Gutes für die Zukunft aller Frauen und für die Zukunft einer friedlicheren, katastrophenärmeren Welt. Davon bin ich überzeugt.

Also los, worauf wartest du?!

Stärke dich selbst!

Ich bin dabei gerne an deiner Seite. 

Deine Nadine
Nadine Rautenstrauch.

Nadine Rautenstrauch.

Hallo, ich bin Online-Coachin für Mütter. Meine Spezialität ist es Müttern den Rücken zu stärken, indem wir gemeinsam Lösungen und Träume lebendig werden lassen.

Nadine Rautenstrauch mit Au-Pair aus Taiwan.

Ein Leben mit Au-Pair

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fragst du weiter und:
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